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Mittwoch, 15. April 2020

3 Gründe in der Coronakrise Sport zu machen


Corona, Covid19, Personal Training, Fitness, gesund, Übungen, Home Workout, ohne GeräteWir sind nun mehrere Wochen in Isolation, und wann unser Leben wieder „normal“ wird, kann keiner so genau sagen. Ich hoffe, die härteste Zeit haben wir nun aber gemeistert: Die Umstellung. Der Mensch ist aber ein Gewohnheitstier und passt sich neuen Umständen an. Der eine vielleicht schneller als der andere, im Großen und Ganzen hast du dich aber auf Home Office/Home Learning, Social Distancing, Verzicht auf Konsum und Freizeitaktivitäten eingestellt. Und du machst das hervorragend!

1.   Be happy! Gerade in Situationen wie der unsrigen – du, ich, uns, wir alle haben mit ähnlichen Schwierigkeiten im Alltag zu kämpfen -, ist es wichtig mental und körperlich gesund zu bleiben. Und dabei hilft dir Bewegung! Sport und Training helfen dir nicht nur fit zu bleiben, Bewegung steigert auch die Ausschüttung des Glückshormons Dopamin.

2.   Stay healthy! Besonders in Zeiten reduzierter Mobilität besteht unser Alltag nun noch mehr aus Sitzen, Liegen und Inaktivität. Umso wichtiger ist es, deinem Körper die Bewegung zu geben, nach der er verlangt. Rumpfstabilisation zur Unterstützung deiner Wirbelsäule und Ausdauertraining für dein Herz-Kreislauf-System und um nicht Fett anzulegen, sind zwei Trainings-Schwerpunkte auf die du dich fokussieren solltest.

3.      Structure your day! Lebe nicht in den Tag hinein! Strukturiere deinen Tagesablauf und plane täglich 1 Stunden Bewegung. Mach Krafttraining, geh joggen oder genieße die warmen Sonnenstrahlen in der Natur.

Gemeinsam schaffen wir das! Stay home, stay fit!

Bis bald,
Chris




Foto: handelsverband.at

Sonntag, 27. Oktober 2019

Kraft ist nicht gleich Kraft – Die verschiedenen Arten des Krafttrainings

In die Kraftkammer gehen, Muskeln stählen – und dadurch am Feld eine bessere Leistung erbringen. Ist grundsätzlich der richtige Gedanke, hat aber bei den meisten Sportlern nicht den gewünschten Effekt. Vorrangig, weil es schon am ersten Punkt scheitert: Sie gehen erst gar nicht in ein Gym. Und wenn, weil sie einfach falsch trainieren. Klassisches Kraftausdauertraining ist für verletzte Sportler eine gute Variante zum Wiedereinstieg in das Training, die Kraftwerte werden mittel- bis langfristig aber nicht verbessert. Da kommt ein standardmäßiges Hypertrophie-Training schon eher in die Richtung. Doch auch diese Variante ist nur für bestimmte Phasen der Saison optimal. Um Schnelligkeit, Sprungfähigkeit, Verletzungsprophylaxe zu verbessern, musst du mit schweren Gewichten arbeiten. Vorausgesetzt: Du beherrschst die Übungen!!! Andernfalls wirst du dich nur verletzen. Ein gut ausgebildeter Athletiktrainer oder Sportwissenschaftler sollte sich ein jeder ordentlich geführter Verein oder ambitionierter Einzelsportler leisten – des Athleten Wirbelsäule, Knie und Sprunggelenke werden es danken.

Im Wesentlichen werden beim Krafttraining 4 Arten unterschieden: Explosivkraft, Maximalkraft, Hypertrophie und Kraftausdauer. Folgend erläutere ich die 4 Varianten und welchen Nutzen sie für dich haben.


Explosivkraft
Das ist die Fähigkeit einen bereits begonnen Kraftanstieg maximal weiterzuentwickeln. Der Verlauf der Kraft ist in der Kraft-Zeit-Kurve ablesbar. Bei jeder maximalen Kontraktion hat die Kraft in etwa dieses Muster. Kurzum, beschreibt die Explosivkraft die Neigung der Kurve. Je besser, deine Explosivkraft ist, desto steiler ist der Anstieg. Je steiler der Anstieg, desto früher erreichst du deine Maximalkraft. Und je früher du deine Maximalkraft erreichst, desto schneller läufst du oder höher springst du. Der Unterschied zur Schnellkraft ist der kleine aber feine, dass die Schnellkraft den Kraftanstieg in einer vorgeschriebenen Zeit beschreibt. Beim Sprint hat der Athlet nur etwa 80-120 Millisekunden Bodenkontaktzeit. Das bedeutet, er oder sie muss in dieser kurzen Zeit so viel Kraft wie möglich generieren.

Maximalkraft
Die Maximalkraft ist der höchste realisierbare Wert, der bei einer maximalen Kontraktion erreicht werden kann. Dieser Wert wird nach ca. 1000 Millisekunden erreicht. Jetzt wirst du dir denken „Schön, aber ich habe bei meinem Sprint nicht 1 Sekunde für den Bodenkontakt - für was brauche ich die Maximalkraft?“. Ganz einfach, weil in den meisten Fällen die Maximalkraft die Explosivkraft positiv beeinflusst. In der Regel gilt, je höher der Maximalkraftwert nach 1000ms ist, desto steiler auch der Kurvenverlauf. Und die Steilheit der Kurve wird durch welche Kraft beschrieben? Korrekt, die Explosivkraft.

Hypertrophie
Gehen wir weg von der Kraft-Zeit-Kurve. Hypertrophie-Training hat als primäres Ziel den Aufbau von Muskelmasse. Diese korreliert eindeutig mit der Maximalkraft. Bis zu einem gewissen Punkt lässt sich sagen, je mehr Muskelmasse, desto stärker. In den meisten Sportarten ist aber nicht ein Maximum, sondern ein Optimum an Muskelmasse entscheidend. Zu viel Muskelmasse kann genauso hinderlich sein, wie zu wenig Muskelmasse. Insofern ist Hypertrophie-Training bis zu einem gewissen Punkt und in bestimmten Phasen der Saison zielführend.


Kraftausdauer
Die Kraftausdauer beschreibt in einer bestimmten Zeit (in der Regel 1-2 Minuten) eine möglichst große Kraftstoßsumme zu generieren. D.h. zwischen dem ersten und dem letzten Kraftstoß sollte möglichst wenig Unterschied liegen und die einzelnen Kraftstöße sollten so hoch wie möglich sein. Bei einer Seriendauer von 60 bis 120 Sekunden und kurzen Pausen von 30 bis 60 Sekunden werden deine ersten Kontraktionen aber nicht an deine Maximalkraft herankommen. Du würdest sonst keine zwei Minuten durchhalten. Insofern hat diese Form des Krafttrainings auch keinen nennenswerten Langzeit-Effekt auf deine Maximalkraftwerte. Schon gar nicht bei trainierten Athleten. 



Weitere Infos erhältst du auf meiner Homepage:

www.christopherstelzer.com 






Grafik: Wirth & Schmidtbleicher, 2007

Montag, 9. September 2019

Gefäßverstopfung: Die Arteriosklerose


Die häufigsten Krankheiten in westlichen Industrieländern basieren auf schlechten Ernährungsgewohnheiten und mangelnder Bewegung. Ein Klassiker dieser Zivilisationskrankheiten ist die Arteriosklerose. Sie ist Ursache für Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen Thrombosen.

Ihren Anfang nimmt die Arteriosklerose mit einer Schädigung der inneren Zellwand unserer Blutgefäße. Dadurch kommt es zur Einlagerung von LDL-Cholesterin und anderen Stoffen (am Foto die gelben Flecken).  Mit weiterer Fortdauer wird dieser Pfropfen durch Bindegewebszellen größer und wird als Plaque bezeichnet. Dieser Vorgang, von den ersten Anlagerungen bis zum kompletten Gefäßverschluss, kann mehrere Jahrzehnte dauern. Verstopfungen der Herzgefäße werden als Herzinfarkt bezeichnet, während Schlaganfälle im Hirn stattfinden. Schließlich können Thrombosen aber überall im Körper auftreten und neben Amputationen bis zum Tod führen.

Die Krankheit verläuft nicht nur schleppend, sie hat auch zahlreiche Ursachen. Die größten Risikofaktoren sind erhöhte Blutfettwerte, arterieller Bluthochdruck, Rauchen, sowie Diabetes. Außerdem haben Studien gezeigt, dass Männer häufiger betroffen sind als Frauen. Ebenso steigt das Risiko für einen Gefäßverschluss mit zunehmendem Alter, Übergewicht und Stress. Ein ungesunder Lebensstil und belastende Umweltfaktoren erhöhen die Wahrscheinlichkeit ebenfalls.

Was kannst du dagegen tun? Die Wissenschaft ist noch uneins, ob bereits existierende Plaqueablagerungen abgebaut werden können. Um das Risiko auf Arteriosklerose aber zu minimieren hilft u.a. mediterrane Ernährung. Mageres Fleisch, Fisch, Gemüse und Hülsenfrüchte, sowie Obst, Vollkorn- und Milchprodukte sind zu bevorzugen. Ebenso sollte der Konsum von Tabak vermieden werden. Schließlich stärkt Ausdauertraining in Form von walken, joggen, Radfahren oder schwimmen, das Herz-Kreislauf-System und verringert das Risiko auf eine Arteriosklerose. Dabei solltest du, nach Weltgesundheitsorganisation WHO, pro Woche mindestens 150 Minuten Bewegung treiben. Außerdem zeigen Studien, dass der kombinierte Einsatz von Ausdauer- UND Krafttraining noch bessere Ergebnisse erzielt.



Quelle Bild: minimed.de