Donnerstag, 31. Mai 2018

Ausdauerleistung im Tennis


Dieser Tage hat mit Roland Garros das zweite Grand Slam in diesem Tennisjahr begonnen. Es muss ja nicht immer zugehen wie bei Isner vs Mahut, Belastungen von zwei Stunden und länger bei drückender Hitze müssen die Athleten aber dennoch ertragen; und im Idealfall sechs Partien binnen 14 Tagen bestreiten. Dass gerade die Favoriten ihre Körner nicht gerade in Runde 1 oder 2 verheizen, klingt nur allzu logisch, kann aber natürlich auch mal nach hinten losgehen und mit einer kleinen Sensation enden. Demzufolge ist nicht nur die technisch-taktische Ausbildung eines Tennisprofis unverzichtbar. Athleten wie Rafael Nadal oder Novak Djokovic untermauern ihre herausragende Stellung in der Tenniswelt auch über ihre hervorragende Fitness. 

Tennis, Training, Personal Training, Fitness, Ausdauer, Wien, French Open, Roland GarrosEin sportartspezifisches Ausdauertraining muss sich immer an der Charakteristik der Sportart orientieren. Ein Marathonläufer benötigt andere konditionelle Voraussetzung als ein Tennisspieler oder ein Sprinter. Eine durchschnittliche Rally im professionellen Tennis dauert 7 bis 13 Sekunden, gefolgt von einer doppelt bis viermal so langen Spielpause. Abhängig vom Spielstil können die Ballwechsel aber auch länger dauern. Wegen der längeren Spielunterbrechungen erfolgt die Energiebereitstellung zu hohem Maß auf aerobem Weg. Auf Grund von langen Rallies und zunehmenden Grundlinienspiel wird die anaerobe Energiebereitstellung im modernen Tennis aber immer wichtiger. Gerade bei zunehmenden Laktatwerten zeigt sich, dass die Treffsicherheit beim Schlag abnimmt. Weswegen die anaeroben Kapazitäten ebenso trainiert werden sollten. Studien haben gezeigt, dass Tennisprofis eine optimale VO2max von 55 bis 65 ml/kg/min vorweisen.

In folgenden Beiträgen erfährst du...
- Wie kann ich meine aerobe und anaerobe Ausdauerleistung für mein Tennis verbessern?
- Ist ein Krafttraining für Tennisspieler wichtig?
- Wie kann ich das alles in mein Tennis-Training integrieren?




Referenzen
Bergeron, Maresh, Kraemer, et al. (1991): Tennis:  A physiological profile during match play. Int J Sport Med 1991; 12 (5).

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Quelle Bild: southafricatoday.com

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